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Umzug selbstgemacht

Die kostengünstigste, dafür aber auch mühsamste Variante ist der do-it-yourself-Umzug.

Ob man den Umzug selber durchführt oder mit einer Zügelfirma hängt meistens vom Budget ab. Es kann aber vorkommen, dass der vermeintlich günstig geplante do-it-yourself-Umzug letztlich teurer ausfällt, als wenn man den Umzug einem Unternehmen überlassen hätte.

Nimmt man den Umzug in die eigene Hand, muss man zuerst ein umzugtaugliches Fahrzeug organisieren. Es ist darauf zu achten, dass der Transporter gross genug ist, damit nicht mehrere Fahrten benötigt werden, was den Umzug wiederum verlängern würde.

Die Helfer und Helferinnen
Beim Umzug ist Manpower alles! Es ist von Vorteil, wenn sich soviel Personen wie möglich beteiligen, da der Umzug so bedeutend schneller vorangeht.

Helfer verpflegen
Selbstverständlich wollen die vielen Helfer auch verpflegt werden. Um ihnen den anstrengenden Umzug so angenehm wie möglich zu gestalten, organisieren Sie am besten ein angemessenes Catering. Dies sollte nicht nur aus genügend Getränke (Wasser, Fruchtsäfte, o.ä.) bestehen, sondern allenfalls auch Pizza, Sandwiches oder ähnliches beinhalten. Alkohol sollte nur bedingt offeriert werden, da sich dieser ungünstig auf die Leistungsfähigkeit auswirkt.

Versteckte Kosten beim do-it-yourself-Umzug
Organisieren Sie Ihren Umzug selbständig, können Sie natürlich viel Geld sparen. Allerdings dürfen Sie nicht ausser Acht lassen, dass Profis Ihre Möbel und Ihren Hausrat viel schneller und schonender umziehen können. Beschädigungen an Möbeln sind nicht nur ärgerlich, sondern reduzieren auch den Wert der Gegenstände. Im Gegensatz zu einem Umzug in Eigenregie, ist man bei einer professionellen Umzugsfirma für solche Schäden versichert.

Praxistipp: Machen Sie sich unbedingt Gedanken darüber, ob es sich lohnt, Freunde oder Verwandte für den Umzug einzuspannen. Fragen Sie sich, wie motiviert Sie selber sind, Ihren Freunden oder Ihrer Familie beim Umziehen zu helfen? Die alltägliche Belastung ist heutzutage gross und kann in der Situation eines Umzugs schnell in einem psychischen Ausnahmezustand gipfeln.

Besonders grosse oder sperrige Möbel sollten mit Tragegurten fixiert werden. Nur so können sie, ohne sich selbst oder anderen Gegenständen Schaden zuzufügen, durch enge Treppenhäuser transportiert werden. Ausserdem schonen Sie Ihre und die Gesundheit Ihres Helfer-Teams, die ohne entsprechende Umzugserfahrung und Kondition ohnehin gefährdeter ist als bei Profis.

Fragen Sie nur Helfer und Helferinnen an, die Ihnen verlässlich scheinen. Nicht selten bietet jemand grosszügig seine Hilfe an, um dann doch im letzten Moment unter irgendeinem Vorwand nicht zu erscheinen. Die fehlende Arbeitskraft muss dann vom restlichen Team aufgewogen werden.

Beachten Sie, dass die Helfer in den meisten Fällen ihre Kondition überschätzen und allzu früh ermüden. Damit riskieren sie neben gesundheitlichen Schäden auch Materialschäden. Wägen Sie ab, ob Sie für diese Risiken haften wollen, bzw. Ihre Freunde für Schäden an den Möbeln haftbar machen können und wollen.

Empfehlung: Es lohnt sich, bei professionellen Umzugsfirmen einen Kostenvoranschlag einzuholen. Sie dürfen durchaus feilschen, indem sich die Angebote der Konkurrenzunternehmen nennen. Vergleichen Sie auch die Firmen an Ihrem zukünftigen Wohnort. Möglicherweise erhalten Sie dort ein günstigeres Angebot. Via Kleinanzeigen in Zeitungen oder Online können Sie ausserdem auch Kontakt mit geübten Umzugshelfern aufnehmen.

Haftungshinweis
Sollten Sie sich für einen privaten Umzug entschieden haben, bedenken Sie, dass eventuelle Schäden von wertvollen Möbeln bei unsachgemässem Transport nicht von der Haftpflichtversicherung der freiwilligen Helfer übernommen werden. Diese zahlt nicht bei sogennanten „Freundschafts- oder Kulanzdiensten“.

Ausnahme: Sie entlöhnen Ihre Helfer mit einem Stundenlohn. Für Schäden käme in diesem Fall deren Privathaftversicherung auf. Professionelle Unternehmen bieten nach Vertrags- und Versicherungsabschluss üblicherweise finanzielle Entschädigung an.

Vorbereitung ist alles!

  • Planen Sie nicht zu knapp! Am besten fügen Sie zwischen dem letzten Umzugstag und dem eigenen Umzug einen Tag ein. Berücksichtigen Sie auch die Entfernung zu Ihrem zukünftigen Zuhause. So können Sie unvorhergesehene Zeitknappheit besser auffangen.
  • Wichtige Dokumente wie Reisepässe, Kontoauszüge, Versicherungspolicen, Testamente und dergleichen transportieren Sie am besten persönlich.
  • Besonders wertvolle Gegenstände wie Schmuck, Pelze, Designerprodukte, Münz- oder Briefmarkensammlungen während des Umzugs niemals unbeaufsichtigt herumstehen lassen.
  • Gegenstände des täglichen Gebrauchs, wie Kleider und Toilettenartikel, sollte getrennt aufbewahrt werden.
  • Wischen und polieren Sie die Fussböden erst nach dem ganzen Umzug. Damit schliessen Sie Rutschgefahr aus.
  • Entsorgen und verkaufen Sie so früh wie möglich alle Gegenstände, die sie am neuen Ort nicht mehr benötigen. Damit kann das Umzugsvolumen unter Umständen stark reduziert werden.
  • Behälter am besten entleeren. Gas- und Propantanks für Grill, Herd und andere Geräte schon eine Woche vor dem eigentlichen Umzug. Gas- und Propan lässt sich gefahrlos bei der nächsten Tankstelle entsorgen.
  • Sorgen Sie im Winter für eine freie Zufahrt des Möbelwagens.

Die neuen Nachbarn
Kein Umzug ohne Lärm! Um Ihre neue Nachbarschaft auf den anstehenden Umzug aufmerksam zu machen, bietet es sich an, einen Aushang im Treppenhaus anzubringen.
Mit einer Einladung zur Einweihungsparty oder einem Glas Sekt in der neuen Wohnung „entschädigen“ Sie die neuen Nachbarn für blockierte Treppenaufgänge, Lärm und sonstige Unannehmlichkeiten.